Unbound · Orte · Brüssel

Audioguide Brüssel: die Geschichten der Sehenswürdigkeiten

Vom Grand-Place über Manneken Pis bis zum Atomium: Unbound kennt in und um Brüssel über 4.000 Orte und erzählt dir unterwegs, was an ihnen passiert ist.

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Geschichten zum Hören

So erzählt Unbound unterwegs, in der Stimme der App. Jede Geschichte ist aus Wikipedia und weiteren Quellen recherchiert.

Atomium

Gebaut für sechs Monate, geblieben bis heute

Das Atomium in Brüssel hätte eigentlich nie so lange stehen sollen.

Gedacht war es für gerade einmal sechs Monate. Das Atomium ist ein Wahrzeichen der Stadt. Gebaut wurde es als Mittelpunkt der Weltausstellung 1958, der Expo 58. Neun Kugeln aus Edelstahl, jede mit 18 Metern Durchmesser, bilden die Form einer Elementarzelle eines Eisenkristalls. Nach der Ausstellung sollte es verschwinden. Es war nie dafür gedacht, die Expo zu überleben.

Doch die Leute mochten es zu sehr. Der Abriss wurde verschoben, und dann gleich noch einmal, Jahr für Jahr. Am Ende entschied die Stadt, es zu behalten. Leicht hatte es das Atomium trotzdem nicht. 30 Jahre lang wurde kaum etwas daran instand gehalten. Heute ist es Museum, Kunstzentrum und die beliebteste Touristenattraktion Brüssels. In der obersten Kugel gibt es ein Restaurant, dazu einen Panoramablick.

Und Kinder von sechs bis zwölf Jahren können in der Kinderkugel sogar übernachten.

Einer von über 4.000 Orten in Brüssel. Unterwegs erzählt dir Unbound ihre Geschichten, sobald du vorbeikommst. App laden →

Manneken Pis

Tausend Kostüme für ein Bronzebübchen

Der Manneken Pis hatte schon 1615 etwas zum Anziehen: Beim Umzug Ommegang trug er ein Schäferkostüm.

Heute besitzt dieser kleine Kerl tausend Kostüme. Der Manneken Pis ist ein Brunnen im Herzen Brüssels, nahe der Grand-Place. Eine nackte Bronzefigur eines urinierenden Jungen, gerade mal 55,5 Zentimeter hoch. Die Brüsseler sehen in ihm ihr bekanntestes Symbol, und das ihres Humors. Mit dem Ankleiden fing es also früh an. 1756 zählte ein Inventar fünf vollständige Anzüge in seiner Garderobe.

Fünf, das klingt bescheiden. Danach aber ging es rasant bergauf. 1994 waren es über 400 Kostüme, 2005 über 750 und 2016 schon über 950. Seit dem 12. Mai 2018 sind es tausend. Bei Festen fließt aus dem Bübchen manchmal kein Wasser, sondern Bier oder ein anderes Getränk. Und seit 2017 zeigt ein Museum in der Rue du Chêne die schönsten seiner Kostüme.

So kannst du die Garderobe dieses winzigen Stars in Ruhe bewundern.

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Justizpalast

Das Gerüst, das selbst saniert wurde

Am Justizpalast von Brüssel steht ein Gerüst, das selbst repariert werden musste.

Stell dir das vor: Ein Gerüst, das ein Gebäude retten soll, wird selbst zum Sanierungsfall. Der Justizpalast ist ein gewaltiges Gebäude im eklektischen Stil am Poelaertplatz. Hier haben der Gerichtsbezirk Brüssel und mehrere Gerichtshöfe ihren Sitz, darunter der Kassationshof. 1866 wurde der Grundstein gelegt, 1883 wurde der Bau eingeweiht. Seit 1984 hängt nun das Gerüst am Gebäude.

Ein Teil davon musste später selbst saniert werden. Abgebaut werden soll es nicht vor 2030. Die Stadt Brüssel schlug deshalb vor, die Gerüste mit Planen zu verhüllen.

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Grand-Place

Der Beschuss von 1695 und der Wiederaufbau

Stell dir vor: Im August 1695 schlagen französische Kanonenkugeln in Brüssel ein, und der Turm des Rathauses dient den Artilleristen als Zielpunkt.

Und genau er bleibt stehen. Die Rede ist von der Grand-Place, dem zentralen Platz Brüssels. Rundherum stehen Zunfthäuser, das Rathaus und das Maison du Roi. Damals, im Krieg der Augsburger Liga, ließ Marschall de Villeroy die Stadt beschießen. Die meisten Häuser am Platz wurden zerstört, einige waren noch aus Holz gebaut. Nur Fassade und Turm des Rathauses blieben verschont, obwohl sie den Schützen als wertvoller Orientierungspunkt dienten.

Doch die Brüsseler gaben nicht auf. Die Zünfte bauten ihre Häuser danach prachtvoll in Stein wieder auf. Am Haus Louve steigt ein Phönix aus den Flammen auf, ein Symbol dafür, dass die Stadt aus der Asche neu entstand. Seit 1998 gehört die Grand-Place zum UNESCO-Welterbe. Victor Hugo hielt sie für einen der schönsten Plätze der Welt. In geraden Jahren, am Wochenende um den 15. August, bedeckt ein riesiger Blumenteppich den Platz.

Er besteht aus mehr als einer halben Million Begonien und Dahlien.

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Alle Geschichten unterwegs hören

Starte eine Tour, steck das Handy ein und hör, was links und rechts liegt. Oder tipp auf der Karte einen Ort in deiner Nähe an.

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Fragen zum Audioguide in Brüssel

Gibt es einen Audioguide für Brüssel?
Ja. Unbound kennt in Brüssel über 4.000 Orte und erzählt dir unterwegs ihre Geschichten, sobald du vorbeikommst, zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto. Eine Route musst du nicht planen: Starte eine Tour und geh einfach los.
Welche Sehenswürdigkeiten in Brüssel erzählt Unbound?
Die bekannten wie Atomium, Manneken Pis, Justizpalast, und genauso unscheinbare Orte, an denen etwas passiert ist: eine Kirche im Hinterhof, ein Brunnen, eine Straße mit Geschichte.
Was kostet der Audioguide?
Du kannst Unbound kostenlos ausprobieren. Danach gibt es Pässe für ein Wochenende oder zwei Wochen und ein Jahresabo.

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