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Audioguide Rügen: die Geschichten der Sehenswürdigkeiten

Kreidefelsen, Seebrücken und der kilometerlange Bau von Prora: Unbound kennt auf Rügen über 1.300 Orte und erzählt dir unterwegs, was an ihnen passiert ist.

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Geschichten zum Hören

So erzählt Unbound unterwegs, in der Stimme der App. Jede Geschichte ist aus Wikipedia und weiteren Quellen recherchiert.

Königsstuhl

Woher der Königsstuhl seinen Namen hat

Der Königsstuhl auf Rügen soll seinen Namen einem müden König verdanken.

1715 soll Karl XII. von Schweden von hier oben ein Seegefecht gegen die Dänen geleitet haben. Das Gefecht ermüdete ihn angeblich so sehr, dass er sich einen Stuhl bringen ließ. Der Königsstuhl ist eine Kreidefelsformation der Stubbenkammer im Nationalpark Jasmund. Er ragt 118 Meter hoch über der Ostsee auf. Aber die Geschichte mit dem schwedischen König hat einen Haken.

Schon 1584 nannte ein Reisebericht den Namen, damals noch als „Konigsstuel“ geschrieben. Der Name ist also viel älter als das Gefecht von 1715. Eine andere Sage erzählt es so: In alter Zeit wurde derjenige zum König gewählt, dem es als Erstem gelang, den Kreidefelsen von der Seeseite aus zu erklimmen. Wer oben ankam und sich auf den Stuhl setzte, war König.

Heute kommen rund 300.000 Besucher im Jahr hierher, um den Blick auf die Ostsee und die Kreidefelsen zu genießen. Seit 2023 gibt es dort außerdem einen Skywalk. Der Bau kostete 11 Millionen Euro und dauerte zwei Jahre.

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Kap Arkona

Swantewits Tempel auf Arkona

Am Kap Arkona stand einst der Tempel eines Gottes, vor dem eine ganze Region den Atem anhielt.

Dann kam 1168 ein dänischer König und machte ihn dem Erdboden gleich. Das Kap Arkona ist eine 43 Meter hohe Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel, ganz im Norden Rügens, auf der Halbinsel Wittow. Hier lag die Jaromarsburg. Vom 9. bis ins 12. Jahrhundert war sie die Kultstätte der Ranen, eines slawischen Stammes. Sie verehrten hier ihren Gott Swantewit.

Die Burg war gut geschützt. Auf der einen Seite fiel die Steilküste ab, auf der Landseite erhob sich ein 25 Meter hoher Burgwall. Als 1068 Rethra zerstört wurde, übernahm der Tempel auf Arkona dessen Bedeutung. Er wurde das religiöse Zentrum der Slawen Mecklenburgs. 1168 eroberte der dänische König Waldemar I. die Burg, im Zuge der Christianisierung, und zerstörte den Tempel.

Teile der Anlage stürzten später ins Meer. Darum ist von der Jaromarsburg heute fast nur noch der Burgwall zu sehen. Heute zieht das Kap rund 800.000 Besucher im Jahr an. Es gibt dort zwei Leuchttürme, einen ehemaligen Peilturm, zwei Bunker und eben den Burgwall. Im alten Leuchtturm sitzt sogar eine Außenstelle des Standesamtes. Wer hier heiratet, kann sich mit einer kleinen Tafel im Boden vor dem Turm verewigen lassen.

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Prora

Das Gerücht von der U-Boot-Durchfahrt

Stell dir vor: Ein U-Boot gleitet mitten durch die Insel Rügen, unter der Erde hindurch, von einer Küste zur anderen.

Genau das wurde vor 1989 über das Seebad Prora erzählt, und zwar nicht ganz zufällig. Prora ist ein Ortsteil von Binz und liegt direkt an der Ostseeküste an der Prorer Wiek. Gebaut wurde es zwischen 1936 und 1939 als KdF-Seebad Rügen, und es blieb unvollendet. 20.000 Menschen sollten hier gleichzeitig Urlaub machen können. Das Gerücht von der U-Boot-Durchfahrt wurde vor 1989 systematisch verbreitet.

Es war politisch nützlich. Die NVA konnte damit unter anderem ihre militärische Nutzung des Komplexes rechtfertigen. Dazu kam, dass die Originalpläne fehlten und einige Keller überflutet und unzugänglich sind. Das gab den Theorien Nahrung. Gegen ein U-Boot spricht allerdings das Wasser vor dem Strand. In etwa 500 Metern Entfernung vom Ufer ist es weniger als 2 Meter tief.

Heute werden die Blöcke einzeln verkauft und seit 2004 zu Wohn- und Hotelanlagen umgestaltet. Seit 2010 zieht eine jährlich wechselnde Sandskulpturen-Ausstellung mehrere Tausend Besucher an. Und im Küstenwald gibt es seit 2008 einen Hochseilgarten.

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Seebrücke Sellin

Eis und Feuer gegen die Brücke

Die Seebrücke in Sellin hatte es nie leicht: Erst fraß das Eis an ihr, dann das Feuer, und im Winter 1941/1942 riss schwerer Eisgang sie fast ganz mit sich.

Die Seebrücke Sellin liegt im Ostseebad Sellin auf der Insel Rügen. Mit 394 Metern ist sie die längste der Insel. Dabei fing alles bescheiden an. 1901 plante man nur einen Anleger von 60 Metern Länge. Doch die Besucher strömten in solchen Massen herbei, dass er bei Weitem nicht genügt hätte. So entstand 1906 die erste Seebrücke, 508 Meter lang und mit einem Restaurant.

Dann begann der Kampf gegen die Naturgewalten. 1918 beschädigte Packeis die Konstruktion. 1920 zerstörte ein Brand den Brückenkopf. 1924 setzte der Eisgang der Brücke erneut zu. Und im Winter 1941/1942 wurde die neuere Brücke durch schweren Eisgang weitgehend zerstört. Heute steht dort wieder eine Seebrücke, und sie bietet einiges. Ein Restaurant liegt in Strandnähe über dem Wasser.

Und seit 2008 kannst du mit einer Tauchgondel hinab unter die Wasseroberfläche der Ostsee.

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Alle Geschichten unterwegs hören

Starte eine Tour, steck das Handy ein und hör, was links und rechts liegt. Oder tipp auf der Karte einen Ort in deiner Nähe an.

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Fragen zum Audioguide auf Rügen

Gibt es einen Audioguide für Rügen?
Ja. Unbound kennt auf Rügen über 1.300 Orte und erzählt dir unterwegs ihre Geschichten, sobald du vorbeikommst, zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto. Eine Route musst du nicht planen: Starte eine Tour und geh einfach los.
Welche Sehenswürdigkeiten auf Rügen erzählt Unbound?
Die bekannten wie Königsstuhl, Kap Arkona, Prora, und genauso unscheinbare Orte, an denen etwas passiert ist: eine Kirche im Hinterhof, ein Brunnen, eine Straße mit Geschichte.
Was kostet der Audioguide?
Du kannst Unbound kostenlos ausprobieren. Danach gibt es Pässe für ein Wochenende oder zwei Wochen und ein Jahresabo.

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